

Ulm. Ein modernes Passionsspiel an einem großartigen Schauplatz: Das Theater Ulm zeigt in der ausgeräumten Pauluskirche "Die schlimme Botschaft" von Carl Einstein. Jesus, das instrumentalisierte Opfer.
Ein Passionsspiel, ein modernes, also hat Andreas von Studnitz zum 100-jährigen Bestehen der Pauluskirche inszeniert. Mutig, dass die Gemeinde ihr Haus dem Theatralischen öffnet, aber sie hat eine beeindruckende Aufführung erhalten, die nicht zuletzt den theologischen Diskurs anstachelt. Großartig das Bühnenbild: vor allem Theodor Fischers Kirche selbst. Das Publikum sitzt auf schmaler Tribüne im Foyer und schaut auf die ausgeräumte steinerne Halle mit ihren Arkaden, leuchtend farbvollen Fresken. Inmitten steht ein weiß gedeckter Abendmahlstisch, davor ein Herbstblätterboden. Das Kreuz: zwei elastische Stahlstangen auf Stein, eine filigrane Skulptur Michael Danners, der dort Rahmen des ökumenischen Kunstpfads ausstellt.














19 Jahre im Dienst der Stadt